Neuer Wirkstoff gegen Hepatitis C


EU-Zulassung für Daclatasvir
Neuer Wirkstoff gegen Hepatitis C

Die EU-Kommission hat einen weiteren Wirkstoff gegen die Leberentzündung Hepatitis C zugelassen. Dieser soll die Behandlung bei einer chronischen virusbedingten Hepatitis-C-Infektion verkürzen und nebenwirkungsärmer gestalten.

Es drohen dauerhafte Leberschäden

Eine virusbedingte Leberentzündung droht chronisch zu verlaufen und die Leber dauerhaft zu schädigen. Eine frühe, virushemmende Behandlung mit antiviralen Medikamente ist deshalb oft entscheidend für die Prognose. Bisher waren Interferone, bestimmte virushemmende Eiweiße, das Mittel der Wahl. Diese mussten von den Patienten täglich bis wöchentlich unter die Haut gespritzt werden. Abhängig vom Typ des Virus wurden zusätzlich zu den Interferonen weitere virushemmende Medikamente eingesetzt. Die Therapiedauer passten die Ärzte dem Abfall der im Blut nachweisbaren Virusmenge an. Oft war die Behandlung langwierig und nebenwirkungsreich.

Neue Wirkstoffe verbessern die Behandlung

In den letzen Monaten haben neue Medikamente das Therapiespektrum und die Heilungsaussichten bei chronischer Hepatitis C deutlich verbessert. Wichtige neue Wirkstoffe sind Sofusbuvir sowie Simeprivir. Beide sind 2014 zugelassen worden. Jetzt folgt mit Daclatasvir ein weiterer Wirkstoff, der für die öffentliche Gesundheit von hohem Interesse ist. In Kombination mit Sofosbuvir ermöglicht Daclatasvir eine ausschließlich orale, Interferon-freie Therapie.

Zugelassen ist Daclatasvir zur Behandlung der chronischen Hepatitis-C-Infektion mit Viren vom Typ 1, 2, 3 und 4 bei Erwachsenen und nur in Kombination mit anderen Medikamenten. Wirksamkeit und Verträglichkeit des neuen Mittels wurden in mehreren Studien überprüft, auch in Kombination mit Sofosbuvir. Laut einer Pressemeldung des Herstellers Bristol-Myers Squibb war je nach Genotyp des Virus bei bis zu 99 Prozent der Probanden nach zwölf Wochen kein Virus mehr nachweisbar, was als Heilung gilt. 

News

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de