Schutz vor Hirnhautentzündung


Erste Impfung verfügbar
Schutz vor Hirnhautentzündung

Ab dem 1.1.2014 ist in Deutschland erstmals ein Impfstoff gegen Meningokokken B verfügbar. Diese Erreger können schwere Hirnhautentzündungen auslösen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät dazu, Säuglinge und Kinder impfen zu lassen. 

Säuglinge besonders gefährdet

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) gab es seit 2008 etwa 400 Meningokokken-Infektionen pro Jahr – betroffen waren vor allem Kleinkinder und Jugendliche. Für etwa 10 Prozent der Betroffenen endete diese Erkrankung tödlich. Eine Hirnhautentzündung, die sogenannte Meningitis, äußert sich meist durch hohes Fieber, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Als Komplikation drohen Blutvergiftungen. In schweren Fällen führen diese dazu, dass ein Arzt die betroffenen Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Arme oder Beine amputieren muss.

„Wir Kinder- und Jugendärzte können nun die besonders gefährdeten Säuglinge, aber auch Kinder und Jugendliche vor dieser schweren Erkrankung schützen. Die Meningokokken des Typs B sind hierzulande für den Großteil der Meningitis-Fälle verantwortlich. Bisher hatten wir leider keine Möglichkeit, diese gefährliche Infektion zu verhindern. Und gerade weil die Erkrankung so plötzlich verläuft und innerhalb von einem Tag zum Tod führen kann, sind wir sehr froh, dass wir Eltern und ihren Kindern jetzt diesen Impfschutz anbieten können“, begrüßt Dr. Thomas Fischbach vom BVKJ die Zulassung des neuen Impfstoffs.

Über Kostenerstattung im Vorfeld informieren

Die Impfung eignet sich bereits für Säuglinge ab dem Alter von 2 Monaten und muss im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt werden. Eine weitere Impfung im zweiten Lebensjahr komplettiert den Impfzyklus. Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen im Alter zwischen zwei Monaten und 18 Jahren.

Einige Krankenkassen erstatten die neue Meningokokken-B-Impfung schon zur Einführung ab dem 1. Januar. „Eltern sollten sich deshalb bei ihrer Krankenkasse erkundigen, ob diese wichtige Impfung erstattet wird“, rät Fischbach.

News

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Hormon und Kuscheln heilt Wunden
Hormon und Kuscheln heilt Wunden

Liebe ist die beste Medizin

Bisher werden Verletzungen mit Verbänden oder Wundspray behandelt. Steht demnächst vielleicht auch Oxytocin plus Kuscheln auf dem Rezept? Die Kombination soll Wunden schneller heilen lassen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de