Gefälschte Medikamente aus dem Netz


Vorsicht bei dubiosen Anbietern
Gefälschte Medikamente aus dem Netz

Die deutschen Apotheker warnen vor dubiosen Anbietern, die gefälschte Medikamente im Internet verkaufen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass über die Hälfte der Arzneimittel, die über illegale Verkäufer im Netz erhältlich sind, gefälscht sind.

Gefälscht wird, was Geld bringt

„Verbraucher, die im Internet verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept kaufen, spielen mit ihrer Gesundheit“, warnt Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) eindringlich. Gefälscht werden laut einer aktuellen Erhebung vor allem Lifestyle-Medikamente wie Potenzmittel, Produkte gegen Haarausfall oder vermeintliche Wunderpillen, mit dessen Hilfe die Pfunde purzeln sollen. Auch Antibiotika, Schmerzmittel, Krebsmedikamente oder Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte stehen auf der Liste gefälschter Produkte. Der Verkauf der unechten Medikamente ist für Kriminelle lukrativ: Ein Kilogramm eines Viagra-Plagiats bringt auf dem Schwarzmarkt etwa 90.000 Euro – mehr als die gleiche Menge Kokain.

Nicht auf den optischen Eindruck verlassen

Bei manchen der dubiosen Produkte ist nur der Name gefälscht, der Wirkstoff und seine Dosis jedoch korrekt. Andere Fälschungen hingegen sind unwirksam oder sogar giftig. So waren zum Beispiel gefälschte Mittel gegen AIDS mit dem Gift Arsen versetzt, um die bei dem Originalmedikament typischerweise auftretende Übelkeit zu erzielen. Einige Fälschungen waren mit weißer Farbe überzogen, wie sie für Fahrbahnmarkierungen auf der Straße verwendet wird – damit die Pillen mehr glänzten.

Das Fatale: Den Medikamenten ist nicht anzusehen, dass sie gefälscht oder giftig sind. Verbraucher sollten sich deshalb bei Medikamenten aus dem Netz nicht allein auf den optischen Eindruck verlassen. Wer glaubt, ein gefälschtes Medikament zu besitzen, sollte sich an seine Apotheke wenden, um den Verdacht zu klären. Patienten, die sicher gehen möchten, ein gesundheitsförderndes Medikament zu kaufen, beziehen ihre Arznei am besten in der Apotheke. Hier ist zudem eine fachliche Beratung inbegriffen.

News

Morgens oder abends schlucken?
Morgens oder abends schlucken?

Mittel gegen hohen Blutdruck

Lange hieß es, Blutdrucksenker sollten morgens eingenommen werden. Dann wurde wieder zur abendlichen Einnahme geraten. Was stimmt denn nun?   mehr

Hitze lässt schneller altern
Zwei gut gelaunte ältere Männer in Liegestühlen an einem tropischen Strand.

Auswirkung auf Lebenserwartung

Die Zeit der Rente an der Sonne verbringen? Einigen erscheint der Gedanke verlockend. Doch Vorsicht: Der Umzug in warme Länder kann unter Umständen die Lebenserwartung verkürzen.   mehr

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de