Zu viel Nasenspray schadet


Nach sieben Tagen absetzen
Zu viel Nasenspray schadet

Nimmt uns ein Schnupfen die Luft, greifen wir gerne zu einem Nasenspray. Denn das verspricht schnelle Linderung. Doch Vorsicht: Bei übermäßigem Gebrauch droht eine gesundheitsschädigende Wirkung. Davor warnt die Landesapothekerkammer Hessen.
Nasensprays verengen die Blutgefäße
Es fängt meist harmlos an. Bei einem Schnupfen, einer Allergie oder einer Infektion schwillt die Nasenschleimhaut an und produziert ein Sekret, das die Erreger aus der Nase ausschwemmen soll. Daher kommt das Gefühl einer verstopften Nase. Dieses Gefühl lässt sich schnell mit einem Spray bekämpfen. Es verengt die Blutgefäße und lässt dadurch die Nasenschleimhaut abschwellen.

Wirkung kehrt sich um

Lässt die Wirkung des Medikamentes nach, erweitern sich die Blutgefäße wieder und die Durchblutung normalisiert sich. Das empfinden viele Menschen als unangenehm und glauben, wieder schwer Luft zu bekommen. Dies führt häufig zu einem erneuten Einsatz des Sprays. Und das hat unangenehme Folgen: Das Nasenspray drosselt auf Dauer die Blutzufuhr in die Schleimhaut, so dass diese austrocknet. In der Folge verliert die Nasenschleimhaut ihre Abwehrfunktion. Eindringende Viren, Staub und Schmutz werden dann nicht mehr nach draußen befördert, weil die Feuchtigkeit fehlt. Das Infektionsrisiko steigt, Viren können sich einnisten. Außerdem kommt es bei ausgetrockneter Schleimhaut schnell zu kleinen Rissen und Nasenbluten.

Gewöhnungseffekten entgegenwirken

Doch wie entkommt man diesem Teufelskreis? "Für die Entwöhnung muss zunächst das abschwellende Nasenspray abgesetzt werden", rät Erika Fink von der Landesapothekerkammer Hessen. "Wer die ersten unangenehmen Tage fürchtet, kann erst ein Nasenloch entwöhnen und dann das andere." Meerwassersprays oder Nasensalben verhindern, dass die Nasenschleimhaut austrocknet.

Für die Zukunft sollten sich Betroffene in der Apotheke beraten lassen, welches Nasenspray sie nach einer Entwöhnung bei Schnupfen noch verwenden können. Wer einen Gewöhnungseffekt von vorne herein verhindern will, setzt ein abschwellendes Nasenspray spätestens nach einer Woche ab und weicht auf ein Meerwasser-Spray aus. Dieses befeuchtet die Schleimhäute, ohne die Blutgefäße zu verengen.

News

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de