Lavendelöl gegen Angststörungen


Lavendelölpräparat mindert Angstzustände
Lavendelöl gegen Angststörungen

Unruhezustände, Furcht und Panikattacken kennzeichnen Angststörungen, die in Deutschland nicht selten sind. Nach Schätzungen sind bis zu 20 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Gegen Unruhe- und Angstzustände gibt es ein rezeptfreies Lavendelölpräparat.

Unruhezustände deutlich vermindert

Ärzte untersuchten die Wirkung des Präparates bei 200 Patienten mit Angststörungen über einen Zeitraum von zehn Wochen. Rund 60 Prozent der Patienten wurden zu Beginn der Behandlung als mittel bis schwer krank eingestuft. Bei etwa 75 Prozent, die Lavendelöl erhielten, zeigte sich eine bedeutende Verbesserung der Unruhezustände. Das war etwa ein Drittel mehr als in der Kontrollgruppe, die ein Placebo bekam. Auch Schlafstörungen linderte der Wirkstoff merklich. So verbesserte sich der Schlaf bei Patienten, die Lavendelöl einnahmen, um etwa 20 Prozent im Vergleich zur Placebo-Behandlung.

Lavendelöl besser als Lorazepam

Eine weitere Studie prüfte die Wirkung von Lavendelöl gegenüber Lorazepam. Dieser Arzneistoff gehört zu den Benzodiazepinen und wird zur Behandlung von Unruhezuständen, insbesondere Panikattacken, eingesetzt. Benzodiazepine haben viele starke Nebenwirkungen. Sie dürfen immer nur kurz genommen werden, weil die Suchtgefahr groß ist. Das Lavendelöl verbesserte wesentlich die Angstzustände von 50 Prozent der Studienteilnehmer. Das waren im Vergleich zum Lorazepam etwa 20 Prozent mehr. Lavendelöl ist demnach deutlich wirksamer bei der Therapie von Angststörungen. Auch eignet es sich für eine längerfristige Behandlung, da keine Abhängigkeit droht.

Empfohlene Tagesdosis 80 Milligramm

Die Lavendelöl-Kapseln werden unter dem Namen Lasea® vertrieben und sind für Erwachsene ab 18 Jahre geeignet. Die empfohlene Tagesdosis von 80 Milligramm sollte nicht überschritten werden, da bei höheren Konzentrationen von Lavendelöl Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Benommenheit zu befürchten sind. Lavendelöl kann außerdem Aufstoßen, Atemgeruch und Verdauungsstörungen verursachen. Sollten sich nach zwei Wochen einer Behandlung die Angstzustände nicht bessern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

News

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de