Nasensprays richtig anwenden


Nicht länger als eine Woche
Nasensprays richtig anwenden
DAK

Im Herbst beginnt wieder die Erkältungszeit. Zum Schutz vor Krankheitserregern ist eine intakte Nasenschleimhaut wichtig, weil sie als Schutzbarriere dient. Wenn trotzdem Keime eindringen, muss die Nase sie am weiteren Vordringen in die Luftwege hindern: Die Schleimhaut schwillt an und sondert Schleim ab, der ab und zu durch Niesen nach draußen befördert wird. So ein Schnupfen kann gut mit rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke behandelt werden. Aber rezeptfrei heißt nicht harmlos: Abschwellende Nasensprays oder -tropfen sollten nicht länger als eine Woche ohne Unterbrechung eingesetzt werden, rät die Bundesapothekerkammer. 

Die Nasenschleimhaut gewöhnt sich an  Nasensprays

Nasensprays helfen kurzfristig bei Schnupfen und sind sehr sinnvoll, weil sie die Schleimhäute abschwellen. So sorgen sie dafür, dass der Schleim abfließen kann und die Nasennebenhöhlen belüftet werden. Das verhindert, dass sich die Nebenhöhlen durch die angesammelten Bakterien entzünden. Eine chronische Nebenhöhlenentzündung ist nicht nur sehr unangenehm, sie kann auch gefährlich werden, wenn Erreger in den Blutkreislauf gelangen. Sie können dann zum Beispiel das Herz angreifen.
Werden Nasensprays aber zu lange verwendet, trocknen die Wirkstoffe auf Dauer die Nasenschleimhaut aus. Als Gegenreaktion schwillt die gereizte Schleimhaut noch mehr an und der Schnupfenpatient hat wieder das Bedürfnis, zu sprühen. Wer diesen Kreislauf zu lange mitmacht, riskiert Schädigungen der Nasenschleimhaut bis hin zum möglichen Absterben des Gewebes. Dies gilt für Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin, die die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen. Gleichzeitig gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an die Nasensprays – der Verzicht auf die Arzneimittel ist dann nur noch schwer möglich.

Tipps zur Anwendung vom Apotheker
Nasensprays sollten aus hygienischen Gründen grundsätzlich nur von einer Person benutzt werden. Sie sind nach dem Anbruch nur begrenzt haltbar, denn sie werden durch das Nasensekret leicht mikrobiell verunreinigt. Quetschfläschchen sollten immer zusammengedrückt aus der Nase gezogen werden, um ein Einsaugen von keimhaltigem Sekret zu vermeiden. Außerdem dürfen sie nicht kopfüber angewendet werden, sonst kann es zu Überdosierungen kommen. Vor jeder Anwendung eines Nasensprays sollte man sich die Nase putzen, damit er besser wirken kann.

News

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Morgens oder abends schlucken?
Morgens oder abends schlucken?

Mittel gegen hohen Blutdruck

Lange hieß es, Blutdrucksenker sollten morgens eingenommen werden. Dann wurde wieder zur abendlichen Einnahme geraten. Was stimmt denn nun?   mehr

Hitze lässt schneller altern
Zwei gut gelaunte ältere Männer in Liegestühlen an einem tropischen Strand.

Auswirkung auf Lebenserwartung

Die Zeit der Rente an der Sonne verbringen? Einigen erscheint der Gedanke verlockend. Doch Vorsicht: Der Umzug in warme Länder kann unter Umständen die Lebenserwartung verkürzen.   mehr

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de