Testosterongabe sicher fürs Herz


Männer können aufatmen
Testosterongabe sicher fürs Herz
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Entwarnung für die Hormonsubstitution bei Männern: Die Verwendung von Testosteron-Gel erhöht das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt nicht.

Gel gleicht Hormonmangel aus

Wenn Männer unter einem Testosteronmangel leiden, können sie ihren Hormonhaushalt mit einer Testosteronsubstitution ausgleichen. Meist wird das Hormon über die Haut verabreicht, z.B. in Form von Testosteron-Gel. Doch lange Zeit gab es Zweifel, ob die Hormongabe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Eine große Studie schafft diesbezüglich endlich Klarheit.

Darin behandelten sich über 5000 Männer bis zu drei Jahre lang entweder mit Testosteron-Gel oder mit Placebo-Gel. Bei allen Teilnehmern lag - gemessen an den Testosteronwerten im Blut - ein manifester Hormonmangel vor. Außerdem klagten sie über Beschwerden, die durch einen Testosteronmangel ausgelöst werden können, wie z.B. Erektionsprobleme oder Antriebsarmut. Zudem mussten die Männer entweder schon eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder zumindest kardiovaskuläre Risikofaktoren aufweisen.

Infarkt und Schlaganfall gleich häufig

In der Testosterongruppe staben 182 Patienten an einem Herzproblem oder erlitten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. In der Placebogruppe waren dies 190. Damit ergab sich in puncto Sicherheit für Herzinfarkt und Schlaganfall kein Unterschied zwischen einer Behandlung mit Placebo oder Hormon.

Völlig ohne Risiken war die Testosteronsubstitution allerdings nicht. So erhöhte sie das Risiko für Herzrhythmusstörungen, darunter Vorhofflimmern, und die Gefahr für akute Nierenschädigungen.

Kein Freifahrschein für Testosteron

Insgesamt bewertet der Studienleiter Michael Lincoff von der Cleveland Clinic die Ergebnisse als beruhigend. Sie sollten allerdings nicht dazu führen, dass Männer, die sich schlapp fühlen oder sexuell nicht so aktiv sind wie sie möchten, wahllos Testosteron applizieren. Die Hormongabe ist nur dann angemessen, wenn tatsächlich ein im Blut nachgewiesener Testosteronmangel vorliegt, betont der Kardiologe.

Quelle: SpringerMedizin

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