Bewegungsmangel globales Problem


Frauen hinken Männern hinterher
Bewegungsmangel globales Problem

Jeder vierte Mann und jede dritte Frau weltweit bewegen sich zu wenig. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deckt auf, dass der Mangel an körperlicher Aktivität vor allem reiche Länder betrifft.

Jeder vierte Erwachsene körperlich inaktiv

Die Vorteile von körperlicher Betätigung sind klar: Wer sich regelmäßig bewegt, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Die vorbeugende Wirkung von körperlicher Aktivität auf Brust- und Darmkrebs sehen Experten als erwiesen an und Übergewicht tritt seltener auf. Zusätzlich steigert sich das psychische Wohlbefinden und Demenzerkrankungen  verzögern sich.

Die WHO nahm deshalb körperliche Bewegung in ihr globales Aktionsprogramm für die Jahre 2001 bis 2020 auf mit der Zielsetzung, den Bewegungsmangel bis zum Jahr 2025 um 10 Prozent zu senken.

WHO-Programm verfehlt Ziel

Regina Guthold und ihr Team von der WHO-Zentrale in Genf analysierten insgesamt 358 Umfragen aus 168 Ländern mit etwa 1,9 Millionen Menschen im Zeitraum von 2001 bis 2015. Sie befragten die Teilnehmer zu ihrer täglichen Aktivität während ihrer Arbeit, zu Hause und in ihrer Freizeit sowie zu ihren Transportmitteln.

Der Anteil der inaktiven Weltbevölkerung verringerte sich kaum; 2001 lag er bei 28,5 Prozent, bis zum Jahr 2016 sank dieser Anteil minimal auf 27,5 Prozent. In Ländern mit hohem Einkommen stieg im gleichen Zeitraum der Anteil der Menschen mit zu wenig Bewegung von 30,9 auf 36,8 Prozent. Deutschland gehörte laut Studie zu den Ländern mit dem größten Anstieg (mehr als 15 Prozent). Insgesamt lag die Häufigkeit körperlicher Inaktivität im Jahr 2016 in Ländern mit hohem Einkommen mehr als doppelt so hoch wie in ärmeren Ländern (36,8 Prozent gegenüber 16,2 Prozent).

Frauen weniger aktiv wie Männer

Frauen leiden häufiger als Männer unter einem Mangel an Bewegung; 2016 betrug der Anteil inaktiver Frauen weltweit 31,7 Prozent, bei Männern waren es nur 23,4 Prozent. Die Ursachen untersuchte die WHO-Studie nicht. Möglicherweise sind kulturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern und die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sowie die motorisierte Mobilität für Unterschiede in der körperlichen Betätigung verantwortlich. Mit einem weiteren Aktionsprogramm bis 2030 beabsichtigt die WHO, größere Teile der Weltbevölkerung zu körperlicher Aktivität zu motivieren.

Quelle: Ärzteblatt

Weitere Informationen zum WHO-Aktionsplan 2018-2030 in englischer Sprache.

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