Lungenkrebs nach Rauchstopp


Nach 20 Jahren zur Untersuchung
Lungenkrebs nach Rauchstopp

Auch wenn die letzte Zigarette bereits Jahrzehnte zurückliegt, haben ehemalige Raucher ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Experten raten, spätestens 20 Jahre nach dem Rauchstopp zu einer Vorsorgeuntersuchung.

Der Verzicht auf Zigaretten markiert den ersten Schritt auf dem Weg zu einer gesunden Lunge. Bis jedoch das Lungenkrebs-Risiko abnimmt, vergehen rund zehn Jahre und selbst dann ist die Gefahr nicht vollständig gebannt. „Die weit verbreitete Annahme, dass das Lungenkrebsrisiko nach so vielen Jahren auf das Niveau eines Nie-Rauchers sinke und deshalb unerheblich sei, stimmt nicht“, betont Dr. med. Thomas Voshaar, Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien Moers. Wer 30 Jahre lang ein Päckchen pro Tag raucht, trägt selbst 15 Jahre nach dem Rauchstopp ein hohes Risiko für Lungenkrebs.

Vorsorgeuntersuchung 20 Jahre nach Rauchstopp

Wird Lungenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, beträgt die Überlebenschance für die nächsten fünf Jahr siebzig Prozent. Vorsorgeuntersuchungen haben deshalb bei dieser Erkrankung einen hohen Stellenwert. Der geeignete Zeitpunkt für die Vorsorgeuntersuchung liegt rund 15 bis 20 Jahre nach dem Rauchstopp. Dies legt eine US-amerikanische Studie nahe, die 2016 im Journal of Thoracic Oncology veröffentlicht wurde. Dr. Voshaar rät ehemaligen Rauchern, für die Untersuchung ein Lungenzentrum aufzusuchen.

Low-Dose CT zum Nachweis von Lungenkrebs am besten geeignet

Als Untersuchungsmethode empfiehlt der Vorsitzende des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) die niedrig-dosierte Computertomografie (Low-Dose-CT). Sie bringt eine deutlich geringere Strahlenbelastung mit sich als die herkömmliche Computertomographie. Darüber hinaus erkennt sie doppelt so viele bösartige Lungentumore als eine Röntgenuntersuchung. Außerdem führt diese Methode äußert selten zu falsch-positiven Befunden, Überdiagnosen oder strahlungsbedingten Lungenkrebsfällen, wie Dr. Voshaar erläutert.

Untersuchung mit Lungenfunktionsanalyse verbinden

Dr. Voshaar legt ehemaligen Rauchern nahe, die Lungenkrebs-Untersuchung mit einer Lungenfunktionsanalyse zu verbinden. Der Test dient der Diagnose von COPD und Lungenemphysemen. Beide Erkrankungen verursachen bei körperlicher Belastung Atemnot und erhöhen ihrerseits das Lungenkrebs-Risiko. COPD und Lungenemphyseme betreffen vorwiegend Raucher.

Quelle: Lungenärzte im Netz

News

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
Baby bekommt Flüssigkeit mit  einer nadellosen Spritze eingegeben. So kann man Arzneimittel exakt dosieren.

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

7 Tipps fürs sichere Grillen
Kleines Mädchen steht mit einem Maiskolben in der Hand im sicheren Abstand vor einem Grill.

Kinder besonders gefährdet

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Garten, Terrasse oder Balkon wärmen, geht es für Viele mit dem Grillvergnügen los. Doch der Freizeitspaß kann gefährlich werden- vor allem für Kinder. Wer sich an unsere Tipps für sicheres Grillen hält, beugt Unfällen vor.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de