Tipps gegen Winterblues


Stimmung auf den Gefrierpunkt
Tipps gegen Winterblues

Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne nur selten durch die Wolkendecke dringt, sinken nicht nur die Temperaturen. Bei vielen Menschen geht auch das Stimmungsbarometer deutlich nach unten. Beate Landgraf, psychologische Beraterin bei der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK, gibt Tipps, wie sich Stimmungstiefs im Winter vertreiben lassen.

Der Mangel an natürlichem Tageslicht und die geringe Intensität des Lichts im Winter schwächen den Körper und machen müde. Der Körper produziert weniger Serotonin. Dieser Botenstoff wird auch als Glückshormon bezeichnet, da er zum Wohlbefinden beiträgt. „Die Folge ist ein Gemütszustand, der im Volksmund gerne als `Winterblues´ bezeichnet wird: Wir fühlen uns schlapp und lustlos, können uns häufig zu nichts aufraffen und igeln uns zu Hause ein“, erklärt SBK-Expertin Beate Landgraf und ergänzt: „Das muss aber nicht so sein, denn mit ein paar Tipps kann man dem Winterblues erfolgreich entgegenwirken.“ 

Tipp 1: Licht tanken

Die wenigen hellen Stunden des Tages sollten bewusst genutzt werden, zum Beispiel um spazieren zu gehen – selbst wenn die Sonne sich hinter einer dicken Wolkendecke versteckt. Auch eine Lichttherapie hilft, die Produktion des Glückshormons Serotonin anzukurbeln. Dabei kommen spezielle Lampen zum Einsatz, vor die sich der Anwender für eine gewisse Zeit setzt. Sie sind mit 2.500 bis 10.000 Lux um ein Vielfaches stärker als das „normale“ Tageslicht und gleichen den Lichtbedarf aus. Entsprechende Lampen gibt es zum Beispiel in Technikmärkten, Sanitätshäusern oder im Internet. Einige Apotheken verleihen Lichttherapiegeräte an ihre Kunden. Die Lichttherapie sollte am besten morgens erfolgen, da sie dann den Tag-Nacht-Rhythmus am wenigsten beeinflusst.

Tipp 2: Vitamin D checken

Vitamin D unterstützt die Serotoninproduktion. Ein Vitamin-D-Mangel begünstigt deshalb einen Winterblues. Mit einem Bluttest lässt sich ermitteln, wie voll oder leer der Vitamin D Speicher ist. Werte von 40 bis 60 werden aktuell empfohlen. Neueste Studien zeigen jedoch, dass ein Wert von 70 optimal ist. Bei einem Wert unter 40 kann die Einnahme von Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln helfen, die Stimmung zu heben. Unter den Lebensmitteln sind fettreiche Fische wie Lachs, Aal oder Hering die besten Vitamin-D-Lieferanten.

Tipp 3: Sport treiben

Egal ob Skifahren, Rodeln oder Nordic Walking – wenig ist so belebend wie Sport an der frischen Luft. Der große Vorteil: Unter freiem Himmel tankt man nebenbei Vitamin D. Zusätzlich fördert die körperliche Bewegung selbst die Produktion von Endorphinen und Serotonin und hebt so die Stimmung. 

Tipp 4: Woche strukturieren

Um der winterlichen Antriebslosigkeit keine Chance zu geben, ist es hilfreich, seine Tage zu planen. Ob ein Besuch bei der Reinigung oder der Einkauf im Supermarkt – die oft lästigen Haushaltspflichten werden am besten nach einem wöchentlichen „Stundenplan“ abgearbeitet werden. So bleibt meist das Wochenende frei für Zeit mit Freunden oder für einen Tag auf dem Sofa. 

Vorsicht bei Winterdepression

Von Mattheit und Lustlosigkeit sind im Winter viele betroffen. Dies hat keinen Krankheitswert. Bei einigen Menschen liegt jedoch eine echte Winterdepression vor: „Kommen zur Müdigkeit Symptome wie Gereiztheit, allgemeine Energie- und Lustlosigkeit hinzu, oder beginnt man sich über Wochen von seinem sozialen Umfeld abzukapseln, ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen“, empfiehlt Beate Landgraf.

News

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
Baby bekommt Flüssigkeit mit  einer nadellosen Spritze eingegeben. So kann man Arzneimittel exakt dosieren.

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de