Perinatale Programmierung


Diabetes-Prävention im Mutterleib
Perinatale Programmierung

Schon während der Schwangerschaft entscheidet sich das spätere Risiko eines Kindes für Übergewicht und Diabetes Typ II. Ursache dafür ist die perinatale Programmierung. Sie macht die Prävention von Übergewicht- und Diabetes bereits während der Schwangerschaft erforderlich.

Der Kinder- und Jugendarzt Prof. Berthold Koletzko berichtet: „Wir wissen heute, dass neben der Genetik äußere Einflüsse vor und in den Monaten nach der Geburt eine große Rolle bei der Entwicklung von Übergewicht, Diabetes und anderen Erkrankungen spielen,“ berichtet der Kinder- und Jugendarzt Prof. Berthold Koletzko. Er betont: „Prävention darf deshalb nicht erst im Kindesalter beginnen.“

Perinatale Programmierung beeinflusst den Zucker- und Fettstoffwechsel

Werdende Mütter bestimmen über ihre Lebensgewohnheiten während der Schwangerschaft mit, wie ihr Kind später einmal Zucker verwerten oder Fette im Körper speichern wird. Denn die Weichen für die spätere Hormon- und Organfunktion stellen sich bereits vor der Geburt. Entscheidend ist, welche Ernährungsbestandteile und Hormone während prägender Entwicklungsphasen auf das Ungeborene einwirken. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von der perinatalen Programmierung. Diese funktioniert wie ein Computerprogramm: Schleicht sich früh ein Fehler ein, kommt das Kind mit Fehlfunktionen zur Welt, die lebenslang bestehen werden – in diesem Fall Übergewicht und Diabetes Typ II.

Übergewicht- und Diabetes-Prävention in der Schwangerschaft

Bei der vorgeburtlichen Prävention von Diabetes und Übergewicht setzen Experten auf gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Früherkennung von Schwangerschaftsdiabetes. Werdende Mütter, die ihr Kind vor Diabetes und Übergewicht schützen wollen, achten auf eine ausgewogene, fettarme Ernährung und reduzieren ihren Zuckerkonsum. Entgegen der landläufigen Meinung müssen sie nicht „für zwei Essen“. Ganz im Gegenteil – in den ersten sechs Schwangerschaftsmonaten bleibt der Energiebedarf unverändert. Erst im letzten Schwangerschaftsdrittel erhöht er sich um 200 Kalorien – dies entspricht einem Vollkornbrot mit Käse oder einem fettarmen Joghurt mit Früchten und etwas Vollkornmüsli*. Wichtig ist auch, dass die Schwangeren aktiv bleiben und sich mindestens 150 min pro Woche bewegen.

Quelle: Silvia Höfer, Dr. med. Alenka Scholz: „Meine Schwangerschaft“, Gräfe und Unzer Verlag, S. 292.

News

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de