Sport bei herzkranken Kindern


Sportattest gibt grünes Licht
Sport bei herzkranken Kindern

Viele herzkranke Kinder werden aus Vorsicht vom Sportunterricht ausgeschlossen. Ein Sportattest eröffnet einigen der jungen Herzpatienten den Zugang zu diesem wichtigen Gemeinschafterlebnis und lässt sie von den Vorteilen sportlicher Betätigung profitieren.

„Es gibt zum Glück nur ganz wenige Herzfehler, bei denen die Kinder akut gefährdet sind, wenn sie sich belasten“, betont Prof. Dr. med. Alfred Hager, Kinderkardiologe der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler am Deutschen Herzzentrum München (DHM). Ganz im Gegenteil, ohne Sport leidet die körperliche Entwicklung der betroffenen Kinder. Ihre Leistungsfähigkeit und motorische Geschicklichkeit bleibt hinter der ihrer Altersgenossen zurück; Haltungsfehler und Kreislaufbeschwerden stellen sich ein.

Sportattest verschafft herzkranken Kindern Zugang zu sportlicher Aktivität

„Welche sportlichen Aktivitäten für ein herzkrankes Kind oder Jugendlichen in Frage kommen und welche Risiken zu berücksichtigen sind, ist immer im Einzelfall vom Kinderkardiologen zu beurteilen“, erklärt Prof. Dr. med. Hager. In einem Sporttauglichkeitsattest legt der Herzspezialist fest, wie belastbar das jeweilige Kind ist. Anschließend geben die Eltern das Attest an den Kinderarzt, die Schule und evtl. den Trainer des Kindes weiter. Das Herzattest verschaffe den Bezugspersonen Klarheit und beuge einer Überbehütung vor, unterstreicht Kai Rüenbrink, Sprecher des Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler (ABAHF). Darüber hinaus dient es als Orientierungshilfe bei Kontrollbehandlungen durch weiterbehandelnde Ärzte. Experten raten, das Sportattest noch möglichst vor der Einschulung zu beantragen.

Download über die Homepage der DGPK

Herzspezialisten finden die Software zur Erstellung eines Arztattests auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK). Sie ist kostenlos, leicht zu installieren und praktisch in der Anwendung.


News

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Orlando-Apotheke
Inhaberin Anne-Sophie Tiemann-Göbel
Telefon 089/22 21 40
E-Mail orlando-apo@t-online.de